Gas berechnen

Gasverbrauch optimieren: Wie Sie Ihren Verbrauch berechnen, den Anbieter wechseln und komfortabel Ihren Gasverbrauch reduzieren. Die Gasheizung ist nicht das Thema Nummer 1 am Stammtisch. Dennoch gibt es in Österreich großes Potential, massiv Gaskosten einzusparen. Das liegt an der Vergangenheit des Gasmarkts, aber auch etwa an weitläufigen Veränderungen am Rohstoffmarkt in den letzten Jahren. Um das meiste Gas für den besten Preis zu erhalten, sollte man sich Anbieterwechsel und das Berechnen des Gasverbrauchs einmal näher ansehen. Außerdem kann man leicht Gas im Haushalt einsparen - ohne dabei Komfort einbüßen zu müssen.

Häufig gestelle Fragen

Wie wird Gas berechnet?

Die Menge von (Erd-) Gas wird in Kubikmeter (m3) angegeben, so wird der Verbrauch auch am Gaszähler angezeigt. Um den Verbrauch in die Einheit kWh, die der Gasanbieter abrechnet, umzurechnen gibt es eine einfache Formel: kWh = m3 x Brennwert x Zustandszahl. Sowohl den Brennwert als auch die Zustandszahl finden Sie auf Ihrer Stromabrechnung.

Wie viel Gas brauche ich?

Je nachdem, ob Sie im Haushalt auch mit Gas heizen, Warmwasser bereiten und kochen, kann der Gasverbrauch variieren. Wollen Sie Ihren Verbrauch im Vergleich zum Durchschnittshaushalt wissen, dann probieren Sie doch einfach mal den Verbrauchsrechner von compera aus. Mit hilfreichen Spartipps, können Sie auch ganz leicht den Gasverbrauch im Alltag reduzieren.

Gasberechnung für Warmwasser

Wenn Sie Warmwasser mit Gas aufbereiten, können Sie den Energieverbrauch hierfür wie folgt überschlagen. Es kann angenommen werden, dass jede Person im Haushalt täglich etwa ca. 40 Liter warmes Wasser zum Duschen/Baden oder Kochen. Bei einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 45° C kommt man auf einen jährlichen Verbrauch von 550-800 kWh (55-80 m³ Gas).

Gasverbrauch leicht berechnen - So funktioniert’s

Rechnung und Gaszähler messen den Gasverbrauch unterschiedlich. Während man auf dem Zähler in der Regel den Kubikmeter-Verbrauch (m3)  vorfindet, ist der Gasverbrauch auf der Monatsrechnung zumeist in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet. Möchte man nun überprüfen, ob die Rechnung soweit stimmt, kann man leicht von Kubikmetern Gasverbrauch auf verbrauchte Kilowattstunden umrechnen. Das funktioniert mit folgender Formel:

kWh = m3 x Brennwert x Zustandszahl

Der genaue Brennwert und die Zustandszahl sind also auf der Rechnung abzulesen. So kann innerhalb von wenigen Minuten manuell die Gasrechnung überprüft werden. Geht es um Erdgas, sind Brennwert und Zustandszahl relevant. Sie geben Auskunft über die Qualität und zumeist ungefähre Herkunft des Erdgas. Die Formel zu verwenden, um an die tatsächlich verwendeten Kilowattstunden zu kommen ist allerdings kein Muss. Es gibt zahlreiche Online-Rechner, mit denen man die verbrauchten Kilowattstunden leicht automatisch ausrechnen lassen kann. Wollen Sie wissen, wie viel Energie Sie im Vergleich zum österreichischen Durchschnittshaushalt verbrauchen? Dann vergleichen's doch mal mit dem Energieverbrauchsrechner von compera und erhalten's wertvolle Energiespartipps für den Haushalt.


Brennwert und Zustandszahl unter die Lupe genommen

Der Brennwert beschreibt die Qualität des Gases und muss auf jeder Rechnung angegeben sein. Natürlich kann Erdgas als Naturprodukt nicht überall in gleicher Reinform gefördert werden. Deshalb wird das Erdgas in Qualitätskategorien unterteilt und der Brennwert angegeben. Beschrieben wird der Brennwert mit kWh/m3.

Anders sieht es mit der Zustandszahl des Erdgas aus. Hier ist ausschlaggebend, in welcher Dichte und Konzentration sich das Erdgas befindet, wenn es schlussendlich beim Verbraucher ankommt. In der Regel ist der Verlust gering und die Zustandszahl des Erdgas beträgt etwa 0,96. Demzufolge wird offensichtlich, dass 96 Prozent und mehr beim Endverbraucher angekommen sind.


Unterschiedliche Herkunft - Unterschiedliche Qualitätsstufen

Es gibt wie vorhin genannt unterschiedliche Formen von Erdgas, die hauptsächlich von der Herkunftsregion abhängen. Der tatsächliche Brennwert sollte deshalb beim Preisvergleich immer mit einbezogen werden bzw. wird dann schon automatisch berücksichtigt, wenn man bei compera die Preise vergleicht, da der Vergleich dort auf kWh Basis erfolgt. Am häufigsten wird das aus der Erde gepumpte Gas dabei in folgende Qualitätslevel eingestuft:

  • Low-Gas: Der auch als L-Gas bezeichnete Rohstoff hat einen vergleichsweise geringen Brennwert von etwa 8 bis 10 Kilowattstunden pro Kubikmeter. Es hat einen geringen Methangehalt und stammt zumeist aus Norddeutschland und den Niederlanden.

  • High-Gas: Das “High Calorific” Gas ist das genaue Gegenteil des L-Gas. Dank hohem Methangehalt schafft es einen wesentlich stärkeren Brennwert, in der Regel zwischen 10 und 12 Kilowattstunden pro Kubikmeter. Das Gas wird bereits überwiegend im deutschsprachigen Raum verwendet und in der Zukunft das L-Gas wohl komplett verdrängen. Es wird zumeist bei der Nordsee gefördert, oder aus Norwegen und Russland importiert.

Unterschiedliche Preise in einem erst jungen Markt

Der Gasmarkt ist nicht mit dem Strommarkt zu vergleichen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Öffnung des Markts mit (Erd-)Gas erst relativ spät, im Jahre 2002, vollzogen wurde. Gleichzeitig war der Gaspreis bis in die späten 2000er an den Ölpreis gekoppelt, was zu überhöhten Preisen geführt hat. Nicht zuletzt hat aber besonders ein Mangel an Konkurrenten am Gasmarkt zu einem relativ hohen Preis geführt, der sich über die Jahre zunächst nur langsam gesenkt hat.

Gerade deshalb sind viele Menschen noch an einen Gasvertrag gebunden, der bei Weitem nicht mehr konkurrenzfähig ist. Das macht das Sparpotential im deutschsprachigen Raum sehr groß - schließlich kann bereits eine Verringerung im Tarif von einen Cent pro Kilowattstunde einen signifikanten Unterschied in der Geldbörse ausmachen. Weil der Gaspreis in Österreich zwischen 5 und 8 Cent variiert, können zahlreiche Haushalte mit einem Wechsel des Anbieters signifikant Geld sparen.


Das sagen comperas Kunden

Thomas aus Breitenfurt

Die Homepage ist einfach und intuitiv zu bedienen.

In Zukunft würde ich sie wieder verwenden und ggf. auch weiterempfehlen. Daumen hoch!

vom 17.12.2018

Martin aus Graz

Ich musste nur meine Daten eingeben und ihr kündigt und erledigt alles für mich.

Das ist perfekt

vom 20.02.2019

Barbara aus Wien

Die Hotline war wirklich hilfreich und nett. Habe über das Telefon gewechselt und ich glaube compera hat die günstigsten Tarife.

vom 11.01.2019


Steuern und Abgaben machen größten Anteil der Gaskosten aus

Bei einem durchschnittlichen Gaspreis von 6,15 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2017 macht der Großteil des Preises Steuern und Abgaben aus. Das sind konkret etwa 29 Prozent Erdgassteuer und Mehrwertsteuer, und circa 30 Prozent Netzentgelte. Das sind ähnliche Relationen wie auch beim Strom. Die Angaben sind einem durchschnittlichen Wiener Haushalt entnommen und mit geringer Abweichung für ganz Österreich verwendbar. Im Gaspreisrechner von compera finden Sie ausführliche Informationen zu Steuern und Abgaben, wenn Sie unter Tarifdetails die einzelnen Bestandteile eines Tarifs mit nur einem Klick aufklappen.


Nutzung - Wofür wird das meiste Gas verbraucht?

Ein durchschnittlicher Haushalt verwendet im Jahr etwa 16 Kubikmeter Gas für Heizung und Warmwasser pro Quadratmeter. Wird ausschließlich geheizt, sind es 13 Kubikmeter. Das wären bei einer 50 Quadratmeter-Wohnung etwa 800 Kubikmeter Gas pro Jahr bei Warmwasser und Heizung. Das macht einen signifikanten Faktor im Budget des durchschnittlichen Haushalt aus. Wie kann man also den Gasverbrauch senken, ohne dabei einen Verlust an Komfort und Lebensstandard in Kauf nehmen zu müssen?

  • Heizung überprüfen. Einen Fachmann die Heizung überprüfen zu lassen, macht besonders bei älteren Modellen Sinn. Oftmals gibt es einen Zuschuss vom Energieversorger, sodass man sich auch hier Geld einspart. Eine zu alte Heizung verbraucht nicht nur zu viel, sondern schleudert Gas in manchen Fällen nur so heraus. Nutzt man beispielsweise einen Heizkessel, der vor 1978 gebaut wurde, lohnt es sich sowieso, auf ein moderneres System zu setzen. Schon nach einigen Jahren sind die Ausgaben durch das Gasersparnis wieder reingeholt, außerdem kann man durch Förderungen der Heizkesselerneuerung ebenfalls die Ausgaben gering halten. Bis zu 40 Prozent weniger Gasverbrauch bei der Heizung sind hier möglich.
  • Wartung. Das eigene Heizsystem nicht regelmäßig zu warten, kann zu erheblichem Mehrverbrauch führen, der sich am Monatsende spürbar macht. Deshalb sollte der eigene Heizkessel und Leitungen regelmäßig überprüft werden. Wartet man das System über Jahre nicht, wird zumeist viel mehr Gas verbraucht als eigentlich nötig wäre. Glucksen der Leitungen und auffällige Geräusche sind Anzeichen dafür, dass die nächste Wartung wieder notwendig wäre.
  • Dämmung. Der Klassiker unter den Energiesparmöglichkeiten trifft auch hier zu. Während die allgemeine Dämmung oft sehr aufwändig ist, kann eine punktuelle Dämmung oft mit den geringsten Kosten das meiste Geld sparen. Das trifft besonders bei den Leitungen zu. Die Dämmung der Leitungen kostet vergleichsweise wenig, kann aber einen signifikanten Unterschied machen.
  • Überprüfung der Leitungen. Die ultimative Frage: Sind alle Leitungen zu 100 Prozent dicht? Besonders in Altbauwohnungen sollte das überprüft werden. Gibt es undichte Stellen in der Leitung, fällt das oftmals trotz Geruchsstoffe im Gas nicht auf. Gesundheitlich ist es dennoch ein Risiko, preislich stellt es fast immer eine große Verschwendung dar.
  • Herkömmliches Energiesparen. Verwendet man einen wassersparenden Duschkopf, kann man bis zu 70 Prozent Wasser einsparen, was den Gasverbrauch für Warmwasser senkt. Außerdem kann man statt gekippten Fenstern lediglich auf Stoßlüften in der Früh und am Abend setzen - so hat man frische Luft bei geringstmöglichem Energieverbrauch. Setzt man die vorher genannten Energiesparvorschläge um, sollte man auch schon ohne kontrolliertes Lüften oder andere Maßnahmen im Alltag massive Einsparungen bei der Gasrechnung genießen können.

Gasanbieter wechseln - Welcher Vertrag ist der richtige?

Was sollte dann aber bei dem Wechsel des Gasanbieter beachten werden?

  • Etwaige Fristen und Bindungen an den Gaslieferanten müssen eingehalten werden. Eine Ausnahme davon gibt es nur, wenn der Anbieter seine Geschäftsbedingungen ändert oder den Preis erhöht. Dann ist die gewöhnliche Kündigungsfrist außer Kraft gesetzt.
  • Stellen Mindestbindungsfristen kein Problem (mehr) da, sollte der bestmögliche Anbieter herausgefunden werden. Nachdem man sich telefonisch oder online angemeldet hat, und der Vertrag unterschrieben abgeschickt wurde, braucht man lediglich noch zu warten. Der Wechsel bedarf dann etwa drei bis sechs Wochen Zeit, bei einem späteren Starttermin des neuen Vertrages natürlich ggf. auch länger. Bis dahin liefert noch der vorherige Anbieter Gas. Alles andere regelt dann der neue Gaslieferant.
  • Am Tag des Wechsels muss der Gasverbrauch am Zähler abgelesen und dem Netzbetreiber vermittelt werden.

Tachoanzeige eines Autos auf 100 kmh
Tachoanzeige eines Autos auf 100 kmh

Einfach und risikolos

Sie können sich die Liste der Anbieter für Österreich auf einigen Webseiten ansehen, den Stromtarifvergleich automatisiert vornehmen und so die für Sie passenden finden. Auch der Preisvergleich von Ökostrom ist möglich.

Herd mit brennenden, blauen Gasflammen
Herd mit brennenden, blauen Gasflammen

Gasanbieter wechseln

Beim Wechsel des Gasanbieters hilft Ihnen der Gasvergleichsrechner von compera die richtige Entscheidung zu treffen. Lesen Sie hier, wie Sie mittels eines Gaspreisvergleichs den richtigen Gasanbieter finden.

Biogasanlage auf einem Feld
Biogasanlage auf einem Feld

Ökogas

Ökostrom ist inzwischen weit verbreitet. Auch bei der Beschaffung von Gas kann man auf Umweltfreundlichkeit achten. Lesen Sie hier, wie Sie Ökogas kostengünstig beziehen können und was Sie beachten müssen.