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Was tun bei drohender Abschaltung von Strom und Gas?

Die Abschaltung von Strom und Gas ist die letzte Konsequenz, wenn Energierechnungen nicht beglichen werden. Ein unangenehmer Prozess, der laut der oberösterreichischen Arbeiterkammer für ungefähr 300.000 Menschen in Österreich gefährlich nahe liegt. Für Betroffene ist es wichtig, die Gesetzeslage genau zu kennen. An welche Vorschriften müssen sich Versorger von Gas und Strom halten? Welche Fristen gibt es? Gibt es kurz- und mittelfristige Lösungen, doch noch trotz Schuldenlast beim Energieversorger Strom und Gas beziehen zu können?

Gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Abschaltung

Die Unterbrechung der Versorgung vom Energieversorger darf nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen. Sie ist nur legal, wenn zuvor mindestens zwei Mahnungen verschickt worden sind. Jede einzelne Mahnung muss jedoch eine Frist von zwei Wochen zur Nachzahlung beinhalten. Die letzte Mahnung muss dabei eingeschrieben verschickt worden sein und die drohende Abschaltung inkludieren. Außerdem muss die letzte Mahnung über die Folgen und Kosten bei Zahlungsverweigerung informieren. Zu vergessen ist dabei nicht, dass die Abschaltung nicht an einem Freitag oder am Tag vor einem gesetzlichen Feiertag vollstreckt werden darf. Werden nicht alle genannten Punkte eingehalten, ist die Abschaltung nicht rechtsgültig und es darf zu keiner Unterbrechung von Seiten des Versorgers kommen.


Kommunikation als Lösung bei drohender Abschaltung

Ein Gespräch bei drohender Unterbrechung der Strom- oder Gasversorgung  mit dem Energieversorger lohnt sich immer. Im schlechtesten Fall kann zumindest die missliche Lage geschildert werden, Umstände erklärt und die eigene Situation nachvollziehbar beschrieben werden. Oftmals kann in einem persönlich oder telefonischen Gespräch mit dem Versorger aber auch eine Lösung gefunden werden, die für beide Parteien machbar ist. Wie kompromissbereit der Anbieter ist, variiert natürlich. Je früher man sich jedoch meldet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, eine kulante Lösung erreichen zu können. Am letzten Tag der zweiten Zahlfrist beim Energieversorger anzurufen, verhindert eine Unterbrechung von Seiten des Versorgers wesentlich seltener, als eine frühere Kontaktaufnahme. Der Vorteil für den Kunden ist, dass der Versorger gesetzlich verpflichtet ist, zwischenzeitliche Lösungen vor der Schuldentilgung anzubieten.


Der Vorauszahlungszähler - Eine simple Lösung bei Abschaltung

Solange keine sicherheitstechnischen Bedenken, zum Beispiel bei der Gasversorgung, vorhanden sind, ist der Energieversorger gesetzlich verpflichtet, auf Wunsch einen Vorauszahlungszähler einzubauen. Die Einzahlung muss dem Namen nach im Voraus getätigt werden, je nach Energieversorger funktioniert das zumeist durch eine Bankeinzahlung. Zahlt man zum Beispiel 20 Euro ein, hat man dann “Guthaben”, dass nach Verbrauch wieder aufgeladen werden kann.

Zusätzliche Kosten vom Versorger fallen jedoch an. Der Einbau des Vorauszahlungszählers kostet 24 Euro, pro Monat kostet die Art von Zähler um 1,92 Euro mehr als reguläre Modelle. Im Vergleich zur Abschaltung, die 36 Euro kostet, eine vergleichsweise milde Option.

Eine weitere Möglichkeit ist, statt dem Vorauszahlungszähler eine Grundversorgung mit Energie zu fordern (Elektrizität und Gas). Dazu benötigt man lediglich eine Kaution in der Höhe eines monatlichen Teilbetrags der Stromrechnung, die man an den Versorger überweist. Der Elektrizitäts- bzw. Gaslieferant ist dann verpflichtet, eine Versorgung auf Basis der gängigsten Strom- und Gaspreise am Markt zu leisten. Die Kaution erhält man sogar zurück, ohne die Schulden komplett beglichen zu haben. Nachdem sechs Monate pünktlich gezahlt wurde, ist der regionale Anbieter verpflichtet, die Kaution zurückzuzahlen.

 

Dennoch bleiben alle vorher angehäuften Schulden natürlich bestehen. Hier ist es für den Grundversorger am besten, mit dem Versorger gemeinsam eine realistische Lösung anzustreben. Das kann zum Beispiel eine Zahlung in monatlichen Teilbeträgen sein, die für den Grundversorger leistbar ist. Dem Versorger steht es, unabhängig davon, ob man noch Grundversorger ist oder nicht, zu, sein Geld einzufordern - das kann im krassesten Fall auch gerichtlich erfolgen.

Ist der schlimmste Fall eingetreten und die Versorgung mit Energie (Strom, Gas) wurde ausgeschaltet, kann es etwas dauern, bis die Versorgung wiederhergestellt werden kann. Beantragt man die “Aktivierung” der Strom- und Gasversorgung, als Grundversorger oder als regulärer Stromverbraucher, kann das bis zu 9 Tage dauern. Unter Umständen dauert der Prozess jedoch auch wesentlich kürzer, oder kann sogar noch am selben Tag vonstatten gehen. Nach der Anmeldung muss ein Termin mit einem Techniker vereinbart werden, der innerhalb der nächsten 5 Werktage zu erfolgen hat.

Immer mehr Haushalte haben jedoch bereits Smart Meter, mit denen Stromverbrauch digital gemessen und koordiniert werden kann. Hat man selbst ein Smart Meter, benötigt man keinen Technikertermin für die Anschaltung der Elektrizität vom Versorger - egal ob man gerade Grundversorger oder herkömmlicher Stromverbraucher ist.


Zu hohe Stromkosten - Ein Hauptgrund für Zahlungsunfähigkeit

2015 waren etwa 0,4 Prozent aller Haushalte mit einer Stromabschaltung konfrontiert, circa 0,5% mit einer Gasabschaltung. Davon erhalten 75 Prozent wieder eine Stromversorgung, durch Wiederherstellung der regulären Stromherstellung, die etwa 30 Euro zu Buche schlägt, oder durch Grundversorgung bzw. Strom- und Gasversorgung durch Vorauszahlungszähler. Besonders für Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, alleinerziehende Elternteile und Personen, die im Niedriglohnsektor tätig sind, ist die Zahlung der Strom- und Gaskosten oftmals eine Herausforderung.

Dass viele Menschen trotz geringem Haushaltsbudget zu viel für die Versorgung mit Strom und Gas bezahlen, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Tatsächlich sind die preislichen Unterschiede teils gravierend. Ein Vergleich kann sich lohnen. Auf www.compera.at können Anbieter und Preise übersichtlich verglichen werden, ohne dabei in Zahlen und Details unterzugehen. Das beste Preis-Leistungsverhältnis für den eigenen Verbrauch kann durch die Eingabe der wichtigsten Verbrauchsdaten und Wohnort sehr leicht herausgefunden werden. Einsparungen bis zu 300 Euro pro Jahr sind dabei beispielsweise bei Strom absolut realistisch.


Strom- und Gasverbrauch senken - Für langfristig kleinere Rechnungen

Stromanbietervergleich zahlt sich aus, Sanierungen aber ebenfalls. Das zeigt sich besonders bei Altbauwohnungen. Oftmals können Wärmeleitern mit wenig Aufwand gedämmt werden, was die Kosten signifikant reduziert. Hat man Holz, zum Beispiel dank eines großen Gartens, zur Verfügung, kann ein Holzofen statt einer Elektroheizung die wirtschaftlichere Option sein. Eine Dämmung der Fenster und Türen ist ebenfalls vergleichsweise günstig, kann aber die Stromkosten um gesamt bis zu 20-30 Prozent senken.

Im Alltag kann jedoch ebenfalls bereits einfach Strom gespart werden - ohne gleichzeitig auf Komfort verzichten zu müssen. Es macht beispielsweise Sinn, eine große Steckerleiste anzuschaffen und Geräte, die sonst im Stand-By rund um die Uhr Strom benötigen würden, einfach einmal abzustellen. Das benötigt keinen Aufwand, kann aber jährlich über 100 Euro an Stromkosten sparen. Richtiges Lüften, das heißt nur zwei Mal täglich kurzes Stoßlüften, kann ebenfalls einiges an Heizkosten sparen.

Größere Neuanschaffungen sind vor allem für Niedrigverdiener oft schwer zu bewältigen. Vorteil ist jedoch bei Initiativen zur Sanierung, dass zahlreiche Förderungen die selbst zu begleichenden Zahlungen oft stark senken. Das Angebot variiert jedoch stark nach Bundesland. Sehr attraktive Förderungen für die Sanierung des Eigenheims gibt es zum Beispiel in Wien und Niederösterreich. Möchte man nur Dämmungen durchführen, sind die Förderungen noch größer. Bis zu 30 Prozent auf die förderfähigen Kosten gibt es etwa für Einzel- und Mehrfamilienhäuser, aber auch für Wohnungen in mehrgeschossigen Häusern. Zuschläge à la 30 Prozent, die auf 1.000 Euro gedeckelt sind, gibt es bei der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen als Dämmmaterialien. Ganz offensichtlich sind die Möglichkeiten, Geld durch eine effizientere Immobilie zu sparen groß - bei der Umsetzung kann man dank des vielfältigen und oft großzügigen Förderangebots auch noch reichlich sparen.


Fazit - Kurz- und langfristige Lösungen anstreben

Bei einer drohenden Unterbrechung der Versorgung an Energie ist die beste Option, schnellstmöglich Kontakt mit dem Versorger aufzunehmen, um eine zwischenzeitliche Lösung zu finden. Das ist zumeist eine Zahlung der Schulden in leistbaren Beiträgen. Auf mittel- und langfristiger Sicht sollte man jedoch nachhaltigere Lösungen anstreben. Hier macht oft ein Wechsel zu einem günstigeren Versorger durch Plattformen wie www.compera.at Sinn. Besonders beim Eigenheim schafft eine bessere Dämmung oder sogar Sanierung zwar einmalige Kosten, dafür eine große Reduktion an monatlichen Fixkosten für die Heizung. Nicht selten kann es sich auch lohnen, die Art der Heizung zu wechseln, beispielsweise von Gasheizung auf Holzofen. So können Kosten gespart und Unterbrechungen minimiert werden.


diagonale Funken in rot und blau
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Freileitungsmast bei Sonnenuntergang
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